Upps www.mosaisk.com | Antisemitismus Anklage gegen Dänischer Pfarrer | Martin Hohmann | Zurück

KAP -2- FARIS YAHYA - DIE ZIONISTEN UND NAZI-DEUTSCHLAND

DIE GEMEINSAME GRUNDLAGE VON
ZIONISMUS UND NAZISMUS

Hitlers Machtergreifung in Deutschland am 30. Januar 1933 bedeutete, daß der Antisemitismus die offizielle Politik der deutschen Regierung wurde. Dieses Ereignis wurde von einer Verschärfung der für den Nazismus charakteristischen Politik des Judenhasses begleitet.

“Im Januar 1933 wurden die Naziführer, die von denkenden Menschen lange als eine Bande van Ignoranten und perversen Demagogen angesehen worden waren, plötzlich die respektablen Oberhäupter einer großen Regierung. Jedoch hatte sich lediglich ihr Status verändert; ihr Wesen und ihre Methoden blieben unverändert und die Juden Deutschlands hatten die Folgen der demagogischen Haßkampagne zu ertragen, die lange gegen sie geführt worden war.“ [11]

Nachdem der ganze Regierungsapparat in ihren Händen war, waren die Nazis in der Lage, eine Herrschaft des Terrors auszuüben. Ein jüdischer Zeuge schreibt:

“Ich mußte mir die Rufe ‘Juda verrecke‘ von den organisierten Banden von Demonstranten anhören, die an meinem Haus vorbeimarschierten. Es gab tägliche Übergriffe auf Leute und Entführungen, die schrecklichsten Mißhandlungen einer großen Anzahl von Leuten aus meiner Bekanntschaft, deren demokratische oder sozialistische Anschauung bekannt war, oder einfach weil sie Juden waren .. Als ich Berlin vor einigen Tagen verließ, hatte ich das Gefühl, daß ich unter den Bedingungen eines anhaltenden Pogroms lebte, das schlimmer war als jene in Rußland, denn dort begann und endete das Pogrom innerhalb einer bestimmten Zeit. Sie werden heute vermutlich auch von dem schrecklichen Pogrom in Königsberg gehört haben...

Die Verwandten der Juden, die überfallen und verwundet worden waren, wagten nicht einmal, die armen Opfer ins Krankenhaus in Königsberg zu bringen, sondern mußten sie nach Berlin transportieren, und viele starben auf dem Transport an Ihren Verletzungen.“ [12]

Organisierte Gewaltverbrechen waren von administrativen Maßnahmen begleitet, die die Juden von dem Rest der deutschen Gesellschaft rassisch trennen sollten:

“Am 8. April wurde das neue Beamtengesetz vom Kabinett verabschiedet und von Dr. Frick, dem Reichsinnenminister, verkündet. Es verbannte alle Nicht-Arier (außer denen, die im Weltkrieg an der Front gekämpft oder einen Vater oder Sohn verloren hatten) aus jeder Stellung im Reichs-, Landes- oder kommunalen Dienst... (12. April) jüdische Studenten durften nicht Mitglieder der Studentenvertretung sein. Am gleichen Tage schloß die Regierung jüdische politische Redakteure von ihren Pressekonferenzen aus ... Am 20. März kündigte das offizielle Büro der Anwaltskammer an, daß die Kanzleien aller Staatsanwälte in Deutschland gesäubert und jüdische Richter von Straf- und Zivilgerichten entfernt werden würden. Doch bis zum 31. März hatten sie ihre Meinung geändert und alle jüdischen Anwälte und Richter wurden entlassen.

Am 31. März reichte der Preußische Landtag beim Erziehungsminister eine Petition ein, die die Entlassung aller jüdischen Lehrer und die zahlenmäßige Beschränkung jüdischer Studenten verlangte...(In München) ging der Oberschulrat noch weiter und kündigte an, daß im nächsten Schuljahr keine jüdischen Kinder bei christlichen Schulen zugelassen werden würden noch jüdische Schulärzte christliche Kinder behandeln dürften.“ [13]

Die verheerende Wirkung dieser Diskriminierungen kam in der folgenden Depesche der Jewish Telegraphic Agency zum Ausdruck:

“Jüdische Brotschlangen in Deutschland haben sich über Nacht verdoppelt, die Anzahl der Bedürftigen ist innerhalb von weniger als einer Woche von dreißig- auf achtzigtausend angeschnellt ... Die meisten von ihnen sind ruinierte Mittelständler, Ladenbesitzer, Angestellte und Freiberufliche, die ihren Lebensunterhalt durch die anti­semitischen Maßnahmen gezwungen waren aufzugeben.“ [14]

Die Bösartigkeit des Nazismus war damit vom Moment seiner Machtergreifung manifest. Was war der Sinn dieser Maßnahmen? Einem führenden Juristen zufolge war “die unvermeidliche Folge der gesetzlichen Entlassungs- und Ausschließungskampagne und der Gewalt und Ausschreitungen unter dem Deckmantel der Vogelfreiheit von Juden und Liberalen der große Exodus der Juden, Nicht-Arier und Liberalen aus Deutschland.“ [15]

Wie reagierte der Zionismus auf die grausamen Maßnahmen der Nazis? Letzten Endes glaubt auch die zionistische Bewegung, daß Juden nicht Teil einer heidnischen Gesellschaft sein sollten. Diese Tatsache erklärt, warum der Aufstieg des Nazismus eine erhebliche Verstärkung des Zionismus unter deutschen Juden zur Folge hatte. Es erklärt auch, warum ein überzeugter Nazi wie Adolf Eichmann in gutem Einvernehmen mit Zionisten stand, und sich selbst sogar als prozionistisch bezeichnen konnte, während er der Nazi-Ideologie verschrieben blieb.

Eichmann war keineswegs “der einzige, der diesen ‘Pro-Zionismus‘ ernst nahm“; die deutschen Juden selbst dachten, es würde reichen, “Assimilation“ durch einen neuen Prozeß der “Dissimilation“ zu ersetzen, und strömten in die Reihen der zionistischen Bewegung. (Es gibt keine verläßlichen Statistiken für diese Entwicklung, doch wird geschätzt, daß die Auflage der zionistischen Wochenzeitung DIE JÜDISCHE RUNDSCHAU in den ersten Monaten des Hitlerregimes von etwa 5-7000 auf fas 40.000 stieg und es ist bekannt, daß die zionistischen Finanzierungsorganisationen in den Jahren 1935-36 von einer stark reduzierten und verarmten Bevölkerung dreimal soviel Geld wie in den Jahren 1931/32 empfingen).

Das hieß nicht unbedingt, daß die Juden nach Palästina auswandern wollten; es war mehr eine Frage des Stolzes: “Trag den gelben Stern mit Stolz“, der populärste Slogan dieser Jahre, geprägt von Robert Welsch, dem Chefredakteur der JÜDISCHEN RUNDSCHAU, drückte die allgemeine emotionale Haltung aus. Der polemische Punkt des Slogans, der als Antwort auf den Boykott-Tag am 1. April 1933 formuliert worden war - mehr als sechs Jahre, bevor die Nazis die Juden tatsächlich zum Tragen eines Abzeichens zwangen, einen sechszackigen Stern auf weißem Grund - richtete sich gegen die “Assimiliationisten“ und alle Leute, die sich weigerten, sich mit den neuen ‘revolutionären‘ Konzepten anzufreunden, gegen jene, “die immer hinter ihrer Zeit her sind.“ [15]

Der Zionismus profitierte zweifellos von der Tatsache, daß der Aufstieg Hitlers zu der Zerschlagung seiner stärksten Rivalen um die ideologische Führung unter den deutschen Juden führte. “In jenen Tagen gehörte es zum Alltag, daß nur Zionisten irgendeine Chance zu Verhandlungen mit den deutschen Behörden hatten, aus dem einfachen Grunde, daß ihr jüdischer Hauptwidersacher, die Zentralvereinigung deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, der damals 95% der deutschen Juden angehörten, in ihrer Satzung festlegte, daß ihre Hauptaufgabe der ‘Kampf gegen den Anti-Semitismus‘ sei; plötzlich war sie qua Definition eine ‘staatsfeindliche‘ Organisation geworden ...[16] ... Während der ersten Jahre erschien Hitlers Machtergreifung den Zionisten vor allem als ‘die entscheidende Niederlage für den Assimilationismus‘. Daher konnten die Zionisten zumindest eine Zeitlang eine gewisse nicht-kriminelle Kooperation mit den Nazi-Behörden eingehen,‘ die Zionisten glaubten auch, daß die Dissimilation‘ zusammen mit der Emigration nach Palästina von jüdischen Jugendlichen und, wie sie hofften, Kapitalisten, ‘eine für beide Seiten faire Lösung‘ sein könnte. Gleichzeitig waren viele deutsche Beamte dieser Ansicht.“ [17]

Diese “nicht-kriminelle“ Kooperation zwischen Nazismus und Zionismus in den frühen Jahren sollte sich in der Tat als ein schwacher Beginn erweisen, der einer weit breiteren und ernsthafteren Kooperation die Tür öffnen sollte, die mit der Entwicklung der Nazi-Politik immer weniger “nicht-kriminell“ war. Noch bevor Hitler Kanzler wurde, hatten die gemeinsamen Interessen zwischen Zionismus und Nazismus das Prinzip der Dissimilation deutscher Juden längst ausgeweitet und hatten zu der Unterstützung eines zentralen Punktes des zionistischen Programms durch die Nazis geführt: die Auswanderung von Juden nach Palästina. Deshalb marschierten bereits am 20. Juni 1932 “dreihundert Nazis durch die Straßen von Breslau und terrorisierten jüdische Passanten mit dem Ruf ‘Laßt die Juden nach Palästina gehen.’„ [18]

Diese Politik der Aufforderung an die Juden, nach Palästina zu gehen, hatte Hitlers höchstpersönlichen Segen. Obwohl er früher, als er ‘Mein Kampf“ verfaßte, nicht glaubte, daß die Zionisten wirklich vorhatten‘ einen Staat zu gründen, änderte er seine Meinung von ihnen nach seiner Machtergreifung und nahm sie ernster.

“Es waren die Zionisten, die sich bereiterklärten ‘Deutschland von seinen Juden zu befreien ~ Und da dieses Ziel vorrangig war, mußte Hitler, mit seinem wohlbekannten Pragmatismus einen Kompromiß mit seinen eigenen Doktrinen eingehen.

Die Ziele, so sollte in der Wilhelmstraße beschlossen werden, die diese Kategorie (von Juden, die gegen Assimilation und für eine Neuorganisation ihrer Religionsgenossen in einer nationalen Heimstätte waren) sich selbst gesetzt hatte, in deren vorderster Reihe die Zionisten standen, sind diejenigen, die die deutsche Politik im Hinblick auf die Juden wirklich verfolgt.
Die einzigen Juden, mit denen letztlich die verschiedenen Organe des Dritten Reiches, vor allem das Außenministerium und das Wirtschaftsministerium, wirklich zusammenarbeiten sollten, waren in der Tat die zionistischen und palästinensischen Juden.“ [19]

-3- DIE HA‘AVARA ABKOMMEN


INHALTSVERZEICHNIS

 
  Einleitung  
Kapitel  1 Die frühe zionistische Haltung zum Anti Semitismus  
Kapitel  2 Die gemeinsame Basis zwischen Zionismus und Nazismus  
Kapitel  3 Die Ha‘avara Vereinbarungen  
Kapitel  4 Das Emigrations-Abkommen von 1938  
Kapitel  5 Die Ghetto-Aufstände  
Kapitel  6 Zionistische Politik zur Massenvernichtung  
Kapitel  7 Kastner und die ungarischen Juden  
Kapitel  8 Die Verheimlichung von Beweisen  
Kapitel  9 Die lrgun und der Nazismus  
Kapitel 10 Einschätzung der zionistischen Politik gegenüber dem Nazismus  
     
ANHANG I Äußerung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland zur Stellung der Juden im neuen deutschen Staat
 
ANHANG II Die Denkschrift der Reichsvertretung der deutschen Juden  
Literaturverzeichnis Literaturverzeichnis mit Quellen Angabes  
     
Autor & Verlag Faris Yahya (Glubb) - Hartmut Dicke Verlag - Übersetzung  
Download Ganzes Buch runterladen: zionisten.zip  


Dank an die Deutsche Nationalversammlung.

The English version of 'Zionist Relations With Nazi Germany' can not be purchased at abetitles1.com/servlet/BookDetailsPL?bi=272277096 anymore.... (Why oh why??)
Other articles that deal with the similarity of Nazi and Zionist policies: The Hidden History of Zionism
Krieg gegen alle Feinde Israels Professor MacDonald über die moderne zionistische Politik USAs.
Zionism in the Age of the Dictators by Lenni Brenner
Literature List Documenting Zionist Crimes at the website Jews Against Zionism
Deutschland und die Judenfrage

 



Literatur-Verzeichnis mit Quellenangaben von 11 .. 19

11  Oscar Janowsky People at Bay (London, 1938) pp. 126-127.

12  J.W. Wise, Swastika, the Nazi Terror (New York, 1933) pp. 59-60.

13  Ibid., pp. 104-107.

14  Report dated 25 April 1933, from Innsbruck.

15  Norman Bentwich, The Refugees from Germany (London, 1936) p. 30.

16  Hannah Arendt, Eichmann in Jerusalem (New York, 1963) pp. 5 3-54.

17   lbid., pp. 54-55.

18  Wise, op. cit., p. 45.

19  Eliahu Ben Elissar, La Diplomatie du IIIe Reich et les Juifs (Julliard, place of publication not stated, 1969) pp. 86-87.