Upps www.mosaisk.com | Antisemitismus Anklage gegen Dänischer Pfarrer | Martin Hohmann | Zurück

KAP -6- FARIS YAHYA - DIE ZIONISTEN UND NAZI-DEUTSCHLAND

DIE ZIONISTISCHE POLITIK ZU DER MASSEN-VERNICHTUNG

Die Berichte jüdischer Historiker von dem Schicksal der osteuropäischen Juden unter Nazibesatzung enthalten eine zweiseitige Geschichte des Heroismus des Widerstands und der Schande der Kollaboration. Welche Rolle spielte die zionistische Bewegung genau als Bewegung in diesem ganzen Geschehen? Handelten die zahlreichen zionistischen Führer, die auf verschiedene Weise mit dem Nazismus kollaborierten, als Individuen, oder vertraten sie zionistische Politik? Mit anderen Worten: wer war typisch für die zionistische Bewegung, Anielewicz oder Gens?

Als der Vorstoß der deutschen Wehrmacht in die Sowjetunion den Großteil der osteuropäischen Juden unter die eiserne Kontrolle der Nazis brachte, reagierte der individuelle Zionist, der in dieser Falle gefangen war, auf unterschiedliche Weise. Einige realisierten, daß Nazideutschland entschlossen war, Europa „judenrein“ zu machen, und glaubten deshalb, daß für jeden Juden das Risiko der Ausrottung bestand, der nicht geflohen war oder von den Zionisten unter den Abkommen von 1938 aus Europa entfernt worden war. Diese Individuen vereinigten sich, wie Anieliwicz, mit Nichtzionisten im Widerstand. Andere, vor allem solche wie Gancwajch und Gens, die Führer der zionistischen Bewegung gewesen waren, hofften weiterhin, daß sie sich selbst und ihre auserwählten Anhänger durch Absprachen mit den Nazis auf Kosten ihrer Mitjuden retten könnten.

In den höheren Rängen der zionistischen Bewegung jedoch, vor allem in der Jewish Agency, deren Führer den Krieg in sicheren Häfen überwinterten, um die künftige israelische Regierung zu bilden, gab es keine geteilten Ansichten. Von diesen Führern kam kein Aufruf zum Aufstand gegen den Nazismus, und es gibt auch keinen Bericht, daß sie irgendeinen Versuch machten, beispielsweise Waffen zu den Ghettokämpfern zu schmuggeln, die diese so dringend benötigten.

Die zionistische Bewegung entfaltete einige begrenzte militärische Aktivitäten im Zweiten Weltkrieg, die jedoch im wesentlichen mehr dazu bestimmt waren, das Ziel zionistischer Staatengründung zu fördern als den Nazismus als solchen zu bekämpfen oder unterdrückte Juden beim Widerstand zu unterstützen. So formten die Zionisten eine „Jüdische Brigade“ in der britischen Armee, deren wirkliches Ziel es war, der Fiktion Glaubwürdigkeit zu verleihen, daß die Juden eine nationale Einheit bilden, und um militärisches Training und Erfahrung für die zukünftige israelische Armee zu gewinnen.

Dem jüdischen Historiker Joseph Tannenbaum zufolge richtete „ Liahu Golom der Führer der Haganah eine Petition an die britische Armee, den jüdischen Freiwilligen Flugzeuge und Munition für Flucht, Kampf und Rettung zur Verfügung zu stellen. Bis Anfang 1944 erhielten sie nichts.“ Es ist nicht klar, warum die Briten sich nicht an einem solchen Projekt beteiligt hätten, wenn es ernsthaft darauf abgestellt gewesen wäre, die alliierten Kriegsanstrengungen zu unterstützen und wenn sie die entsprechenden Ressourcen gehabt hätten, oder warum die Zionisten eine solche Anfrage nicht an die USA richteten, die alliierte Macht mit den größten Ressourcen, wo die zionistische Bewegung auch am meisten politischen Einfluß hatte. Schließlich, als der Krieg sich seinem Ende näherte, setzten die Zionisten insgesamt 31 Fallschirmspringer in von Nazis besetzten Gebieten ab, doch ihre Aufgabe war die Organisation weiterer Auswanderungen nach Palästina anstatt des Widerstandes gegen den Nazismus. [67]

Der Vorwurf, daß die britische Regierung angebliche zionistische Bitten mißachtete, jüdischen Opfern des Nazismus zu helfen, wurde von Rabbi Dr. Solomon widerlegt, der als Vorsitzender eines Rettungskomitees arbeitete, das von dem Oberrabbiner in Großbritannien eingerichtet wurde. Rabbi Schonfeld zufolge „sprach meine Erfahrung in den Jahren 1942 - 43 für die Bereitschaft der Briten zu helfen, offen, konstruktiv und umfassend, und daß diese Bereitschaft auf Widerstand bei den zionistischen Führern stieß, die darauf bestanden, daß die einzig akzeptable Form der Hilfe die Rettung nach Palästina sei.“ Rabbi Schonfeld erinnerte daran, daß 277 britische Parlamentsabgeordnete einen Antrag unterzeichneten, der die Regierung aufforderte, in Gebieten britischer Oberhoheit Asyl für die Opfer der Naziverfolgung bereitzustellen, und „die Regierung ihrer Majestät stellt in der Tat einige hundert Einwanderungsgenehmigungen für Mauritius und andere Gebiete aus tatsächlich zugunsten jeder bedrohten jüdischen Familie, die wir nannten.“ Dann, “während der parlamentarischen Versammlung vom 27. Janu­ar 1943, als die nächsten Schritte von über 100 Lords und Abgeordneten energisch vorangetrieben wurden, kündigte ein Sprecher der Zionisten an, daß die Juden diesen Antrag ablehnen würden, da er Palästina nicht erwähne. Einige Stimmen erhoben sich zugunsten der Ansicht der Zionisten, es gab eine lebhafte Debatte, und danach war der Antrag gefallen. Sogar seine Befürworter waren verzweifelt: wenn sich die Juden untereinander nicht einigen können, wie können wir helfen?“ [68]

Im Juli 1944 schlug der slowakische jüdische Führer Rabbi Dov Michael Weissmandel in einem Brief an zionistische Funktionäre, die für „Rettungs“organisationen zuständig waren, eine Reihe von Maßnahmen vor, die das Leben von Tausenden von Juden retten konnten, die von der Liquidierung in Ausschwitz bedroht waren. Seine Vorschläge waren:
1) Mithilfe einer genauen Eisenbahnkarte die Gleise zu bombardieren, auf denen ungarische Juden in die Krematorien transportiert werden;

2) die Öfen in Ausschwitz zu bombardieren;

3) mit Fallschirmen Munition an die 80 000 Gefangenen in Auschwitz zu bringen;

4) mit Fallschirmen Saboteure abzusetzen, die alle Vernichtungseinrichtungen in die Luft jagen würden, und damit eine Unterbrechung in der täglichen Verbrennung von 13 000 Juden zu bewirken;

5) bei einer Ablehnung durch die Alliierten Flugzeuge zu besorgen und jüdische Freiwillige zu rekrutieren, die die Sabotage durchführen würden.

Diesem Brief fügte er die schmerzliche Frage hinzu:

„Warum ist das bisher nicht geschehen? Warum geschieht es nicht jetzt? Wer ist schuld an dieser schrecklichen Nachlässigkeit? Seid ihr nicht schuldig, jüdische Brüder: ihr, die ihr das größte Glück in der Weltfreiheit habt?‘“

Es ist zweifelhaft, ob die Zionisten jemals einen ernsthaften Vorstoß bei den Alliierten unternahmen, den verfolgten Juden unter Nazibesatzung zu helfen. „Während des Kastner-Prozesses wurde immer wieder die Frage gestellt, warum die Leiter der Jewish Agency sich mit dieser Forderung (die Vernichtungsanlagen von Ausschwitz zu bombardieren) nicht an die Alliierten wandten. Es war keine Antwort von ihnen zu bekommen. Ben Gurion und Sharett vermieden es sogar, vor Gericht zu erscheinen, um das Fehlen jeder bedeutenden Aktion zu erklären. Erst vier Jahre später im Fall gegen Eichmann legte die Jewish Agency, die weitere peinliche Schwierigkeiten antizipierte, dem Gericht aus eigener Initiative Dokumente vor, die bewiesen, daß Anträge zur Bombardierung von Ausschwitz an die britische Regierung gestellt worden waren. Welch ein Wunder! So viele Jahre war von diesen Dokumenten nichts bekannt und plötzlich wurden sie in den Archiven der Jewish Agency entdeckt!

Doch auch jetzt verzichteten Ben Gurion und Sharett darauf, mündliche Erklärungen vor Gericht abzugeben, und der Staatsanwalt drehte und wendete sich mit erstaunlicher Virtuosität, damit er sie nicht brauchte.“ [69]

Es ist legitim, obwohl wenige es zu tun gewagt haben, zu fragen, warum die zionistische Bewegung nichts tat, um die heldenmütigen Ghettoaufstände und die verzweifelten Versuche, selbst in den Konzentrationslagern Widerstand zu organisieren, zu unterstützen, und warum sie überhaupt wenig für die Juden in Europa tat, mit der Ausnahme, daß sie Emigrationsmöglichkeiten für ihre eigenen Mitglieder organisierte. Wußte die zionistische Führung nicht, daß die osteuropäischen Juden ausgerottet wurden?

Dem bekannten zionistischen Autor Michael Elkin zufolge konnte ein Opfer namens Moshe Podhlebnik wunderbarerweise dem Tod entkommen und aus Chelmo, dem ersten Ausrottungslager mit Gaskammern, fliehen; er konnte der Außenwelt über das, was passierte, bereits im Dezember 1941 Nachricht geben. „Anfang August 1942 erstattete ein Agent des Jüdischen Weltkongresses in der Schweiz namens Gerhard Riegner einen Bericht an die amerikanische Gesandtschaft in Bern“, die auf den Aussagen Podlebhniks und anderer beruhte. Die Gesandtschaft berichtete am 17. August dem amerikanischen Außenministerium, daß es einen Plan für alle Juden unter Naziherrschaft gab, „auf einen Schlag ausgerottet zu werden.“ [70]  So wußte die zionistische Bewegung außerhalb der von Nazis besetzten Gebiete spätestens zu diesem Zeitpunkt Bescheid. Fehlten der zionistischen Bewegung die Mittel, den bedrängten Juden zu helfen? Das ist kaum zu glauben. Der Zionismus war damals die einzige jüdische Bewegung, die auf einer weltweiten Basis organisiert war, mit finanziellen Ressourcen und einflußreichen Kontakten mit Machthabern in der ganzen westlichen Welt. Es sollte nicht vergessen werden, daß 1942 das Jahr des Biltmore-Programms war, das die Etablierung eines entscheidenden zionistischen Einflusses auf die Politik der Vereinigten Staaten markierte. Natürlich war der Zionismus nicht zu schwach, den unterdrückten europäischen Juden zu helfen, besonders wenn wir uns daran erinnern, daß sofort nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges „von der Ha­ganah, der jüdischen Untergrundarmee in Palästina, einhundert Agenten nach Europa eingeschleust wurden‘; um die überlebenden Juden zur Erhöhung der Zahl der israelischen Arbeitskräfte nach Palästina zu transportieren. Doch bis dahin waren schätzungsweise 6 Millionen Opfer geschlachtet worden. Die zionistische Spionageorganisation Mossad „hatte ein Haganah-Netz über Europa von Konstantina am Schwarzen Meer bis zu dem winzigen Port de Bouc an Frankreichs äußerster Mittelmeerküste gespannt, und kein Jude konnte innerhalb dieser Tausende von Meilen etwas Bedeutendes tun, das ihrer Aufmerksamkeit entgangen wäre“ [71]  Wo waren diese Ressourcen, als die Juden Europas in Millionenzahl abgeschlachtet wurden?

Dr. Oheim Weizmann, der später der erste Präsident des israelischen Staates wurde, deutete bereits 1937 an, daß er eine ziemlich klare Vorstellung von dem Schicksal hatte, das Europas Juden erwartete, und erklärte ebenso eindeutig, was die zionistische Politik sein würde. „Die Hoffnungen von Europas sechs Millionen konzentrieren sich auf Emigration‘ stellte er fest. „Ich wurde gefragt: ‚Können Sie sechs Millionen Juden nach Palästina bringen?‘ Ich antwortete: ‚Nein ... . Aus der Tiefe der Tragödie will ich zwei Millionen Junge Leute retten ... Die alten werden es vertragen. Sie werden ihr Schicksal tragen oder auch nicht. Sie waren Staub, ökonomischer und moralischer Staub in einer grausamen Welt ... Nur die Jungen sollen überleben ... - Sie haben es zu akzeptieren.“ [72]

Die Zionisten waren in der Tat borniert. Ihr einziges Ziel war es, einen Staat in Palästina zu schaffen. Einer ihrer Führer, Yitzhak Greenbaum, der zum Vorsitzenden eines Komitees ernannt wurde, das die Zionisten angeblich zur Rettung der europäischen Juden einsetzten, sagte, daß nichts, nicht einmal die Rettung der europäischen Juden, dieses Ziel in den Schatten stellen dürfen sollten. Mit seinen Worten: „Wenn sie mit zwei Plänen zu uns kommen die Rettung der Massen der Juden in Europa oder die Erlösung des Landes, stimme ich, ohne Zögern, für die Erlösung des Landes. Je mehr über die Ermordung unseres Volkes geredet wird, desto mehr minimisieren wir unsere Bemühungen zur Stärkung und Betreibung der Hebräisierung des Landes. Wenn es heute eine Möglichkeit gäbe, Freßpakete (für hungernde Juden unter der Naziherrschaft) mit dem Geld der Keren Hayesod (Unlted Jewish-Appeal). zu kaufen, um es über Lissabon zu verschicken, würden wir das tun? Nein! Und noch einmal: nein!“ [73]  Es ist merkwürdig, daß wenige Leute fragten, ob ein Mann mit solchen Ansichten der richtige in einer Organisation war, die theoretisch für Rettungsarbeit zuständig war.

lnteressanterweise war Yitzak Greenbaums Sohn Eliezer ein bekannter Kollaborateur mit den Nazis in Ausschwitz. Der jüdische Autor K. Tzetnik erwähnte in seinem Buch „Call him Feifel“ „Eliezer Greenbaum (den er in dem Buch Fruchtenbaum nennt) der dank seiner Taktik, sich als Informant zu betätigen und Grausamkeit zu zeigen — in einem Maße, das selbst die Deutschen erstaunte —‚ in den Rang eines Blockkommandanten erhoben wurde.“

KAP - 7 - KASTNER UND DIE UNGARISCHEN JUDEN


INHALTSVERZEICHNIS

 
  Einleitung  
Kapitel  1 Die frühe zionistische Haltung zum Anti Semitismus  
Kapitel  2 Die gemeinsame Basis zwischen Zionismus und Nazismus  
Kapitel  3 Die Ha‘avara Vereinbarungen  
Kapitel  4 Das Emigrations-Abkommen von 1938  
Kapitel  5 Die Ghetto-Aufstände  
Kapitel  6 Zionistische Politik zur Massenvernichtung  
Kapitel  7 Kastner und die ungarischen Juden  
Kapitel  8 Die Verheimlichung von Beweisen  
Kapitel  9 Die lrgun und der Nazismus  
Kapitel 10 Einschätzung der zionistischen Politik gegenüber dem Nazismus  
     
ANHANG I Äußerung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland zur Stellung der Juden im neuen deutschen Staat
 
ANHANG II Die Denkschrift der Reichsvertretung der deutschen Juden  
Literaturverzeichnis Literaturverzeichnis mit Quellen Angabes  
     
Autor & Verlag Faris Yahya (Glubb) - Hartmut Dicke Verlag - Übersetzung  
Download Ganzes Buch runterladen: zionisten.zip  


Dank an die Deutsche Nationalversammlung.

The English version of 'Zionist Relations With Nazi Germany' can not be purchased at abetitles1.com/servlet/BookDetailsPL?bi=272277096 anymore.... (Why oh why??)
Other articles that deal with the similarity of Nazi and Zionist policies: The Hidden History of Zionism
Krieg gegen alle Feinde Israels Professor MacDonald über die moderne zionistische Politik USAs.
Zionism in the Age of the Dictators by Lenni Brenner
Literature List Documenting Zionist Crimes at the website Jews Against Zionism
Deutschland und die Judenfrage

 



Literatur-Verzeichnis mit Quellenangaben von 67 .. 73

67  Tenenbaum, op. cit., p. 381.

68  Letter to The Times. 6 June 1961.

69  Shonfeld, op. cit,. pp. 63-65.

70  Elkins, op, cit., pp. 59, 166.

71  Ibid., pp. 197, 237.

72  Statement to Zionist convention in London, August 1937.

73  Speech on “The Diaspora and the Redemption“, Tel-Aviv, Februay 1943.

54  Reb Moshe Shonfeld, The Holocaust Victims Accuse, Part 1, (Neturai Karta of USA, New York, 1977) pp. 30-33.

55  Yuri Suhl, They Fought Back (London, 1968) p. 191.

56  Shonfeld, op. cit, pp. 88, 119-121.

57  Ainsztein, op. cit., pp. 521-547.

58  Shonfeld, op. cit., pp. 22-23.

59  Michael Elins, Forged in Fury (New York, 1971) pp. 62, 64-65.

60  Ainsztcin, op. cit., pp. 565, 599.

61  Ibid., p. 620.

62  Suhl, op. cit., p. 622.

63  Ainsztein, op. cit, p. 622.

64  Ibid., pp. 591-671; see also Chaim A, Kaplan, Scroll of Agony (A Warsaw Diary), translated $ edited by Abraham 1. Katsch (London, 1966) and Martin Gray, Au Nom de Tous les Miens (Paris, 1971) for accounts by ghetto inhabitants.

65  Ainztein, op. cit., pp. 556-561.

66  Letter to lssac Cukierman, 26 April 1943.

67  Tenenbaum, op. cit., p. 381.

68  Letter to The Times. 6 June 1961.

69  Shonfeld, op. cit,. pp. 63-65.

70  Elkins, op, cit., pp. 59, 166.

71  Ibid., pp. 197, 237.

72  Statement to Zionist convention in London, August 1937.

73  Speech on “The Diaspora and the Redemption“, Tel-Aviv, Februay 1943.