Auszug aus
Germar Rudolf
Vorlesungen über den Holocaust
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Horst Mahler


Horst Mahler:
- Zum Auschwitztag


Oskar Gröning: Ich war SS-Mann in Auschwitz: Soll bloß keiner sagen, er hätte nichts gewußt

Hans Münch ist der letzte noch lebende KZ-Arzt von Auschwitz: Die Erinnerung der Täter


Horst Mahler:
- I Anledning af Auschwitzdag

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Sonstige Verweise


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Martin Hohmann - Antisemitische Rede

Antisemitismus Anklage gegen Dänischer Pfarrer-Parlamentarier
Die Zionisten und Nazi-Deutschland
Luther - Von den Juden und Ihren Lügen
Deutschland und die Judenfrage
Zitate aus dem Talmud


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Danish Politics, Media, Jews & Immigration
Finnish Politics, Media, Jews & Immigration
Jewish Media Influence in Scandinavia
Swastikas in Danish Church
Jewish Media Dominance in Britain External Link
Danish EU Politician Torben Lund against World Jewry
Martin Hohmann - Anti-Semitic Speech
Winston Churchill - Zionism Versus Bolshevism
Open letter to the German Embassy Eksternt Link

 





Auszug aus G. Rudolf, "Vorlesungen über den Holocaust", Castle Hill Publishers, Hastings 2005, im Druck, S. 369-371:

Z:       Was halten Sie eigentlich von den Aussagen von Zeugen, die in den letzten Jahren an die Öffentlichkeit getreten sind, um über ihre Erlebnisse aus der Kriegszeit zu berichten?

R: Ich selbst habe 1995 ein ausführliches Interview mit einem solchen Zeugen gemacht, und zwar mit Dr. Hans Münch, der während des Krieges in Auschwitz als Arzt eingesetzt war. 1

Mein Gespräch mit dem damals 84-jährigen Dr. Münch ergab, daß seine Aussagen voll von inneren Widersprüchen sind und in entscheidenden Teilen den materiellen Realitäten zuwiderlaufen.

Von vielen Dingen gab Dr. Münch nach intensivem Nachfragen zu, daß er sie entgegen seinen eigenen Behauptungen nicht selbst erlebt hatte. Ein solch erschütterndes Ergebnis bezüglich der Zuverlässigkeit des Gedächtnisses von Greisen, die von dem berichten, was sie viele Jahrzehnte zuvor erlebt haben wollen, sollte niemanden überraschen, und zwar nicht nur wegen des Alters dieser Zeugen.

Immerhin hat sich Dr. Münch 50 Jahren lang intensiv mit dem Thema beschäftigt. Er wurde seit Kriegsende wiederholte verhört, trat bei Prozessen als Zeuge auf, stand mit Häftlingsorganisationen in regem Austausch, las seit Jahrzehnten beständig die übliche Holocaust-Literatur, und stellte sich wiederholt für Interviews zur Verfügung. Es ist unmöglich, daß sein Gedächtnis davon unbeeinflußt blieb.

Kurz nachdem ich mein Interview veröffentlicht hatte, führte übrigens Der Spiegel ebenfalls ein Interview mit Dr. Münch, womöglich, um den von mir angerichteten Schaden an Münchs Glaubwürdigkeit zu reparieren.

Allerdings ist das Interview des Spiegel sehr oberflächlich und glänzt nur durch seinen provozierenden, suggestiven Fragestil, der selbst schon gedächtnismanipuliernd ist. 2

Dr. Münchs Antworten waren dermaßen hanebüchen, daß ihm dies in Frankreich ein Strafverfahren wegen Aufstachelung zum Haß einbrachte. Er mußte allerdings seine Strafe nicht absitzen, weil er damals bereits unter Alzheimer litt. 3

Z:       Demnach setzt man uns heute Alzheimer-Patienten vor, deren Aussagen über Auschwitz wir als unumstößliche Wahrheit hinnehmen sollen.

R:       So ungefähr. Die legendäre Unzuverlässigkeit der Aussagen alter Greise über ihre Jugenderlebnisse hindert die Medien freilich nicht daran, sogar noch 60 Jahre nach Kriegsende derartige "Wunderzeugen" in ihrem Versuch aus dem Hut zu zaubern, damit die Revisionisten widerlegen zu wollen.4

Mitte der 1990er Jahre wurden sogar einige großangelegte Archivprojekte gestartet, um die Aussagen der langsam vergreisenden Holocaust-Überlebenden systematisch zu erfassen.5

Die Arbeitsweise dieser Projekte garantiert jedoch lediglich, daß dort alles andere als die Wahrheit niedergelegt wird. So benutzt zum Beispiel das deutsche Moses-Mendelsohn-Zentrum die folgende Fragetechnik bei seinen Interviews: 6

"So schwer die persönliche Erinnerungsarbeit wissenschaftlich aufzuarbeiten ist, so sehr verspricht gerade die Subjektivität der Schilderungen, historische Erfahrungen festzuhalten, die sich der spröden Faktizität herkömmlicher Historisierung entzieht.

Ähnlich wie im psychoanalytischen Gespräch versucht man, durch eine zurückhaltende Fragetechnik der eigenen Erinnerungsarbeit Raum zu geben, um die Authentizität des Geschilderten zu gewährleisten."

Z:       Was ist denn an dieser Methode auszusetzen?

R:       Seit wann kann die Subjektivität einer Aussage uns helfen, der Wahrheit näher zu kommen? Tatsache ist, daß uns nur die kritische Hinterfragung dessen, was die Zeugen behaupten, in die Lage versetzen kann, zwischen dem zu unterscheiden, was die Zeugen tatsächlich erlebt haben, und dem, was sie in den mehr als 50 Jahren danach bewußt oder unbewußt daraus machten.

Kritik ist die Methode der Wissenschaft.

Das heißt hier, die Aussagen auf innere Widersprüche abzuklopfen und festzustellen, ob sie mit dem übereinstimmen, was wir anderweitig als wahr festgestellt haben.

Einfach nur wie ein Psychoanalytiker dem Zeugen die Gelegenheit zum widerspruchslosen Erzählen zu geben, bringt uns zurück in die Steinzeit, wo Medizinmänner und Schamane mit ihren Erzählungen festsetzten, was wahr ist.
          
Eine derartige Fragetechnik hat daher mit Wissenschaft nichts zu tun.

Ich halte das Projekt sogar für gefährlich, denn da wird eine unauflösbare Mischung aus Tatsachen, Irrtümern und Lügen mit einem wissenschaftlichen Etikett als "authentische" Wahrheit ausgegeben und zur Zementierung eines strafrechtlich fixierten Dogmas mißbraucht. Zukünftige Wissenschaftler werden sich einst noch die Haare raufen angesichts derartiger fachlicher Inkompetenz und dogmatischer Blindheit.

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1   G. Rudolf, "Auschwitz-Kronzeuge Dr. Hans Münch im Gespräch", VffG 1(3) (1997), S. 139-190.

2   Bruno Schirra, "Die Erinnerung der Täter", Der Spiegel ,40/1998, S. 90ff. (www.vho.org/VffG/1997/3/Spiegel.html).

3   Tageszeitung , 19.10.2001, S. 11.

4   So z.B. den damals in Auschwitz eingesetzten SS-Mann Oskar Gröning, der im Jahr 2005 im Alter von 83 Jahren anläßlich der 60. Wiederkehr der Eroberung von Auschwitz durch die Rote Armee interviewt wurde: "The Nazi's testimony", The Guardian , 10.1.2005 (www.guardian.co.uk/secondworldwar/story/0,14058,1386675,00.html?gusrc=rss); vgl. auch die Fernsehserie "Auschwitz. Inside the Nazi State" des staatlichen Fernsehens in den USA, PBS, 18.1.-5.2.2005 (www.pbs.org/auschwitz/40-45/victims/perps.html);
Hans-Jörg Vehlewald, "Soll bloß keiner sagen, er hätte nichts gewußt: Ich war SS-Mann in Auschwitz", Bild , 25.1.2005 ( www.bild.t-online.de/BTO/news/2005/01/25/ss__mann/ss__mann.html)

5   Vgl. Newsweek , 21.11.1994; Stuttgarter Zeitung , 28.12.1994; New York Times , 7.1.1996; Geschichte mit Pfiff , 11/96, S. 37; Welt am Sonntag , 17.11.1996.

6   "Archive der Erinnerung", Süddeutsche Zeitung , 3.7.1995; ein ähnliches, von Steven Spielberg initiiertes Projekt greift auf freiwillige Helfer zurück, die selbst als vom Holocaust betroffen bezeichnet werden ­ also befangen sind ­ und die lediglich 20 Stunden auf ihre Arbeit vorbereitet wurden.

Das erlaubt weder die Aneignung rudimentärer zeitgeschichtlicher Kenntnisse noch kritischer Fragetechniken, Stuttgarter Zeitung, 28.12.1994.
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